• Home
  • Medien
  • Sechs Interkulturelle Gesundheitsmediatorinnen für Mülheim

Sechs Interkulturelle Gesundheitsmediatorinnen für Mülheim

 

Sechs Interkulturelle Gesundheitsmediatorinnen für MülheimDer Multikulturelle Familienverein e.V. und der Caritas-Sozialdienste e.V. haben in einem gemeinsamen Projekt Frauen mit Zuwanderungsgeschichte zu Interkulturellen Gesundheitsmediatorinnen qualifiziert.

Am 30. September 2010 haben die Interkulturellen Gesundheitsmediatorinnen, die in Zusammenarbeit mit dem Gesundheitsamt der Stadt Mülheim an der Ruhr qualifiziert worden sind, im ev. Gemeindehaus am Goetheplatz das Zertifikat von Amtsleiter Dr. Ohde überreicht bekommen. Herr Dr. Ohde unterstrich in seiner Rede, dass Expertinnen Unterstützung von „Laien“ benötigen und in diese Richtung eine deutliche Aufbruchstimmung spürbar sei.

57 Zeitstunden Aufbauqualifizierung - 30 Praktikumsstunden im Bereich Kinder- und Jugendgesundheitsdienst - 6 gestaltete Tandem-Cafés in denen Praktikumsinhalte an interessierte Frauen weitervermittelt wurden. Diese Qualifizierung stellt zwar keine Ausbildung dar, jedoch belegt das Zertifikat welch umfangreichen Weg der Professionalisierung die sechs Frauen gegangen sind.


Gleichzeitig mit der Zertifizierung wurden auch die neuen Frauen, die im November mit der nächsten Qualifizierung starten, herzlich begrüßt. Die schon qualifizierten Interkulturellen Gesundheitsmediatorinnen werden die Qualifizierung flankieren und mit gestalten. So werden sie als Vermittlerinnen zwischen ExpertInnen und Teilnehmerinnen tätig. Die Idee ist: Qualifizierte Basis qualifiziert Basis – ganz ohne Fachchinesisch. Ganz „nebenbei“ wirken die Interkulturellen Gesundheitsmediatorinnen als Vorbilder, die es geschafft haben, diese Qualifizierung erfolgreich abzuschließen. Dabei geht es neben der Wissensvermittlung in erster Linie um die Stärkung der Persönlichkeit und die Entdeckung und Förderung von Kompetenzen.

Die Qualifizierung bildet das Herzstück des vom Bundesamt für Migration und Flüchtlinge geförderten Tandem-Projekts „Interkulturelle Öffnung – professionelles und ehrenamtliches vor Ort verbinden!“. Ziel des Projekts ist, dass die Frauen als Vermittlerinnen im Bereich der Gesundheitsförderung und Informationsvermittlung auf Honorarbasis in karitativen und städtischen Diensten tätig werden und damit professionell Tätige in ihrer Arbeit unterstützen. Zurzeit sind die qualifizierten Frauen über das Projekt hinaus in zwei weiteren Einsatzgebieten unterwegs. Eine interkulturelle Gesundheitsmediatorinnen gestaltet gemeinsam mit einer Ehrenamtlichen der Caritas-Integrationsagentur ein Sprachcafé; zwei weitere Frauen sind in dem Elterncafé der Schwangerenberatung der Caritas eingesetzt.

Serap Taniş für den Multikulturellen Familienverein e.V. und Dorothee Hüllen für die Caritas-Sozialdienste e.V. steuern als Projektleiterinnen gemeinsam den Prozess und werden die Interkulturellen Gesundheitsmediatorinnen bei ihren Einsätzen sowie die neuen Frauen auf ihrem Qualifizierungsweg coachen. „Wir stehen exemplarisch mit unseren Organisationen für Teile der Gesellschaft und übernehmen damit Verantwortung für gemeinsames und verbindendes Arbeiten und Zusammenleben aller Menschen in Mülheim an der Ruhr. Unser Ziel für das nächste Jahr ist es viele weitere Menschen aus allen Teilen der Gesellschaft für einen gemeinsamen Weg zu gewinnen.“ Die nächste Gelegenheit mitzumachen bietet sich im Tandem-Café am Freitag, 08.Oktober um 9.30 in der Johannesgemeinde Goetheplatz 2. Sie sind herzlich eingeladen.